Beim DoT4 917 sind wir inzwischen hauptsächlich mit dem Innenausbau beschäftigt.








Stuttgarter Historische Straßenbahnen e.V. – Blog
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Beim DoT4 917 sind wir inzwischen hauptsächlich mit dem Innenausbau beschäftigt.







Aktuell erhält das Geschränk des Fahrerplatzes im DoT4 917 eine umfassende Aufarbeitung. Nach vielen Jahren waren die Bauteile in keinem besonders ansehnlichen Zustand mehr, das soll sich nun ändern. Dazu wird zunächst der alte Lack vollständig entfernt und anschließend werden alle Teile neu mit Shellack behandelt.

Auch alle auf und an den Holzplatten montierten Bauteile werden aufgearbeitet. Die Aluminium-Zierleisten werden aufpoliert, während verschiedene Bleche und Anbauteile neu lackiert werden.


An der linken Hälfte der Pultplatte ist das Holz leider stärker in Mitleidenschaft gezogen worden. Diese beschädigte Stelle muss zunächst sorgfältig ausgebessert werden, bevor eine neue Lackierung erfolgen kann.

Die verschiedenen Metallteile des Führerstands erhalten ebenfalls eine Neulackierung. Die passenden Farbtöne wurden im Voraus bestimmt und entsprechend angemischt. Das Armaturenbrett behält dabei selbstverständlich seine charakteristische Hammerschlag-Optik.

Da nun schon wieder ein paar Monate vergangen sind, in denen sowohl die SSB-Kollegen als auch wir am Tw 917 weitergearbeitet haben, gibt es heute ein paar aktuelle Fotos. In der Zwischenzeit sind die Dächer aller drei Wagenteile neu gedämmt, die Deckenverkleidungen montiert und auch die zugehörigen Deckleisten wieder an ihrem Platz. Das B-Teil ist außerdem bereits eingeglast, selbstverständlich mit neuen Gummidichtungen.



Einige unserer Mitstreiter sind mit der Neuanfertigung der Bodenlattung für den Tw 917 beschäftigt. Da kommt doch eine ganze Menge Holz zusammen, denn immerhin benötigen wir hier Material für fast zwei komplette Triebwagen.



Da die letzte Meldung in Sachen unseres DoT4 Nr. 917 schon ein paar Monate her ist, hier mal wieder ein kleines Update.




Bei über 20 m Straßenbahn gibt es natürlich viele Baustellen, die teilweise parallel bearbeitet werden. Am DoT4 917 konnten wir nun im B-Teil die abgelaufenen Fußbodenleisten demontieren. Diese werden durch Neuanfertigungen ersetzt.

Außerdem wurden die letzten Wochen durch die SSB die neue Dämmung für das Dach montiert. Somit können wir demnächst mit der Montage der Deckenplatten beginnen. Dies wird aber erst geschehen, wenn der Fußboden überarbeitet ist, damit die neuen Deckenplatten nicht gleich staubig werden.

Außerdem gab es bereits eine kleine „Hochzeit“. Im Schienenfahrzeugbau ist mit „Hochzeit“ die Montage von Wagen und Fahrgestell gemeint, was einen großen Schritt zur Fertigstellung von Schienenfahrzeugen darstellt. Beim DoT4 konnten wir nun die beiden Karusselle (Gelenkportale) mit dem Mittelteil verheiraten. Dies ging erstaunlich gut von der Hand.

Damit nicht nur der Blick aus dem Fenster, sondern auch (von innen) auf das Fenster attraktiv ist, wurden beim Bau der T2-Triebwagen in den 1950er Jahren Fensterrahmen aus Mahagoniholz angefertigt und mit Schellack seidenglänzend lackiert. Dies orientierte sich damals an der Auswahl von Materialien und Farben der übrigen Innenausstattung. Als ab 1965 der Umbau von T2 zu DoT4-Triebwagen wie unserem Tw 917 erfolgte, behielt man innen das Gestaltungskonzept der Spenderfahrzeuge bei, nur im neuen Mittelteil übernahm man das Design der inzwischen ausgelieferten 350 GT4-Triebwagen der SSB.
Somit steht bei der Restaurierung unseres Tw 917 nun auch die Aufarbeitung der hölzernen Fensterrahmen an. Davon hat der gesamte DoT4 so einige, nämlich insgesamt 26 Stück.








Die Sitz- und Rückenpolster im DoT4 werden von Stahlrohrgestellen gehalten, die in allen Fahrzeugen der Generationen T2/Bo, GT4 (vor dem Umbau zum GT4-2000) und eben DoT4 baulich identisch sind. Auch ältere Fahrzeuge erhielten diese nachträglich im Rahmen von Modernisierungen, wie z. B. unser Gartenschau-Tw 851. Nun sind in so einem DoT4 allerdings mehr als 20 solcher Gestelle in unterschiedlichen Ausführungen montiert, reichlich Arbeit für die Museumswerkstatt.





Bei unserem in Restaurierung befindlichen Tw 917 wurde durch die SSB die Komplettierung des B-Fahrgestells abgeschlossen. Verkabelung und Korrosionsschutz unter dem B-Wagenkasten sind ebenfalls fertig, also konnten Wagenkasten und Fahrgestell nun wieder zusammengeführt werden.


Auch in den letzten Monaten haben wir die SSB weiter bei den umfangreichen Arbeiten am DoT4 917 unterstützt.


